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Martin Kämpchen

Mutter Teresa - ein Leben für die Armen



Am 26. August 2010 jährt sich der Geburtstag von Agnes Gonxha Bojaxhiu, bekannt unter dem Namen Mutter Teresa, zum 100. Mal. Sie wurde im Jahr 1910 in Üsküb (heute Skopje in Mazedonien) geboren, entschied sich mit zwölf Jahren für das Ordensleben und trat mit 18 in den Orden der Loreto-Schwestern ein. Nach kurzer Ausbildungszeit in Irland wurde sie 1928 nach Kalkutta geschickt. 17 Jahre war sie dort in der St. Mary's School als Lehrerin, später als Direktorin tätig. Inspiriert durch ein mystisches Erlebnis, das sie als Berufung empfand, verließ sie den Orden und gründete 1950 mit kirchlicher Erlaubnis die "Missionarinnen der Nächstenliebe" (Missionaries of Charity: MC), um den "Ärmsten der Armen" auf den Straßen Kalkuttas in ihrer körperlichen und seelischen Not zu helfen. Sie gründete Sterbe- und Waisenhäuser sowie Heime für Leprakranke. Ihr Orden wuchs rasch an und verbreitete sich in der ganzen Welt. 1979 folgte der männliche Zweig des Ordens, 1984 ein Priesterorden. Sie organisierte auch Laienanhänger und -helfer in losen Gemeinschaften.


Vom Staatsbegräbnis zur Seligsprechung


Durch eine Reihe von Zufällen - vor allem durch Begegnungen mit Journalisten - wurden Mutter Teresa und ihr Werk berühmt. Insbesondere das Buch und der Film "Something Beautiful for God" (1971)1 des britischen Journalisten und späteren berühmten Konvertiten zum Katholizismus, Malcolm Muggeridge, brachte ihr weltweite Beachtung. Sie empfand es als ihr Charisma, das Los der Ärmsten in der Welt zu lindern und deren Not in der Öffentlichkeit darzustellen. Sie reiste zu den Niederlassungen des Ordens, nahm an Konferenzen und Kongressen teil und besuchte die Mächtigen, Reichen und Großen dieser Welt. Im Jahr 1979 erhielt sie für ihr Werk den Friedensnobelpreis. Zahlreiche andere hohe Auszeichnungen waren ihm vorausgegangen und folgten. In den letzten Jahren ihres Lebens war Mutter Teresa häufig krank, sie verbrachte Wochen in Krankenhäusern und saß zuletzt im Rollstuhl. Doch blieb sie Leiterin ihres Schwesternordens und war bis zu ihrem Tod am 5. September 1997 in Kalkutta aktiv.


Ihre Beerdigung wurde zu einer Huldigung an den "Engel der Gosse", zu einem Großereignis, wie es Kalkutta bis dahin nicht erlebt hatte. Präsidenten und Könige, Premierminister und Prinzen kamen zu Dutzenden, um von Mutter Teresa

10. Todestag
am 17. August 2010:


Roman Bleistein SJ
(1928-2000)


von

Andreas R.
Batlogg SJ,

Chefredakteur, München


Wir freuen uns, wenn Sie die "Stimmen der Zeit" näher kennen lernen wollen. Mehr...