Heft 3, März 2017

Editorial: Andreas R. Batlogg SJ

Ist die Kirche besser als ihr Ruf?

145-146


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Eberhard Schockenhoff

Traditionsbruch oder notwendige Weiterbildung?

Zwei Lesarten des Nachsynodalen Schreibens "Amoris laetitia"

Paradigmenwechsel oder nicht? Nach wie vor sorgt das auf die beiden Familiensynoden 2014/15 folgende Nachsynodale Schreiben „Amoris laetitia“ aus dem Jahr 2016 für heftige Debatten. Eberhard Schockenhoff, Professor für Moraltheologie an der Universität Freiburg, erkennt in der Rezeption zwei diametral entgegengesetzte Lesarten: Die einen sehen darin eine längst überfällige, notwendige und notwendende Weiterbildung der kirchlichen Lehre, die anderen einen Traditionsbruch.

147-158


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Stefan J. Wimmer

Die Tegernseer Haggadah

Eine Momentaufnahme zum Verhältnis von Christen und Juden im 15. Jahrhundert

Eine Haggadah-Handschrift in der Hebraica-Sammlung der Bayerischen Staatsbibliothek, die zuvor zu den Beständen der Bibliothek des Benediktinerklosters Tegernsee gehörte, wirft ein bezeichnendes Licht auf das Verhältnis von Juden und Christen im 15. Jahrhundert. Der Orientalist Stephan J. Wimmer, Leiter eines Referats der Abteilung Orient und Asien an der Bayerischen Staatsbibliothek und außerplanmäßiger Professor am Institut für Ägyptologie und Koptologie an der Universität München, analysiert die auf das Jahr 1492 datierte Schrift.

159-170


Beatrice Eichmann-Leutenegger

Das mütterliche Gesicht meiner Stadt

Zum 101. Geburtstag des italienischen Autors Giorgio Bassani (1916-2000)

Die Schweizer Literaturkritikerin Beatrice Eichmann-Leutenegger macht - ungewöhnlich genug zu seinem 101. Geburtstag - auf den italienischen Autor Giorgio Bassani aufmerksam. Dessen Werk ist eine einzige Liebeserklärung an seine Heimatstadt Ferrara und spiegelt deren jüdisches Ambiente einzigartig wieder.

171-182


Antonio Spadaro SJ

Silence - Schweigen

Interview mit Martin Scorsese

Hierzulande ist der Roman „Schweigen“ des japanischen Romanciers Shusaku Endo über die Missionierung der Jesuiten nahezu unbekannt. Das ändert sich durch die Verfilmung durch den US-amerikanischen Filmemacher und Drehbuchautor Martin Scorsese. Antonio Spadaro SJ, Direttore der italienischen Jesuitenzeitschrift „La Civiltà Cattolica“, hat mit dem Meisterregisseur ein Interview über dessen Herzblutprojekt geführt. „Silence“ kommt im März in die deutschen Kinos. - Ergänzt wird das Interview durch Überlegungen von Jörg Nies SJ, der im Dezember 2016 bei einer für 300 Jesuiten angesetzten Preview in Rom dabei war.

183-196


Jörg Nies SJ

Wer schweigt?

Zu Martin Scorseses Film "Silence"

197-199


Stephan Ernst

Christliche Ethik oder Ethik für Christen?

Anmerkungen zu Gudula Frielings Studie

199-202


Britta Mühl

Der Islamische Staat, Europa und die Psychologie des Terrors

Eine Literaturumschau

202-205


Buchbesprechungen

Zeitgeschichte

Frankl, Viktor E.: Es kommt der Tag, da bist du frei!

206-207

Weltreligionen

Schöttler, Heinz-Günther: Re-Visionen christlicher Theologie aus der Begegnung mit dem Judentum.
Lohfink, Gerhard: Im Ringen um die Vernunft.
Frankemölle, Hubert: Vater im Glauben?
Tück, Jan-Heiner: Gottes Augapfel.
Langenhorst, Georg: Trialogische Religionspädagogik.
Holl, Adolf: Braunau am Ganges.

207-215

 

 


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